FAQ - Tipps für Anfänger und Interessierte

Yogaservice stellt an dieser Stelle immer wieder neue Fragen und Antworten vor, mit denen wir Anfänger und Fortgeschrittene auf ihrem Yogaweg unterstützen möchten.

 

Vorschläge für neue Fragen? Keine passende Antwort gefunden? Dann wende Dich direkt an das yogaservice-Team.

 Fragen 

Woher kommt Yoga und was bedeutet es?

Wie finde ich den passenden Yogastil für mich?

Wo ist das nächste Yogastudio in meiner Gegend?

Wie viel kostet eine Yogastunde?

Was sind „offene“ und „geschlossene“ Yogakurse?

Wie erhalte ich einen Zuschuss von meiner Krankenkasse?

Benötige ich für die Yogapraxis besondere Kleidung?

Welche Yogaprodukte benötige ich als Ausrüstung?

Was muss ich für die Yogapraxis zu Hause beachten?

Wie häufig soll ich Yoga machen?

Wann sollte ich kein Yoga üben?

Was muss ich während einer Schwangerschaft beachten?


Woher kommt Yoga und was bedeutet es?

Yoga gehört zu den sechs großen philosophischen Systeme Indiens. Archäologische Funde legen eine 5000jährige Geschichte nah. Das Wort selbst taucht aber erst etwa 800 vor Christi Geburt in Texten auf, die man Upanishaden nennt. Es bedeutet eigentlich "Joch" und ist eine Metapher für die erfolgreiche Verbindung des Individuum mit dem großen Ganzen. In der Vielfalt der Erscheinungsformen von Yoga und dessen Beschreibungen ist die Transzendierung des Ego und die Vereinigung mit einer tiefen inneren Frieden stiftenden Instanz das gemeinsame Merkmal. Der Übersicht halber unterscheiden manche Historiker innerhalb der Yogageschichte zwischen drei Traditionslinien, die sich gegenseitig beeinflussten: den religiösen, den klassisch-philosophischen und den Hatha-Yoga. Erst letztere ergänzte die Praxis (die bis dahin im wesentlichen im Mediationssitz bestand) durch die vielen verschiedenen Körperübungen, die unser westliches Bild von Yoga prägen. Hatha-Yoga setzte erst im Hochmittelalter ein. Sie zeichnet sich durch den Einfluss der weltbejahenden Haltung des Tantra auf den bis dahin eher asketisch orientierten Yoga aus.

Weitere Informationen zur Yoga-Entstehungsgeschichte

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Wie finde ich den passenden Yogastil für mich?

Mittlerweile gibt es über 200 verschiedene Yogastile. In unserem Artikel „Welcher Yogastil steht mir“ stellt yogaservice die populärsten Stile vor und hilft bei der ersten Orientierung.

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Wo ist das nächste Yogastudio in meiner Gegend?

Unser Studiofinder führt über 600 Adressen von Yogalehrenden, Yogastudios und anderen Einrichtungen in Deutschland und ausgewählten Adressen in der Schweiz, Österreich und weltweit. Gib Ort oder Postleitzahl an und Du erhältst eine Auswahl an Anbietern in Deiner Nähe.

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Wie viel kostet eine Yogastunde?

Wir empfehlen zuerst eine Probestunde, um Angebot und Anbieter erst unverbindlich kennen zu lernen. Je nach Anbieter variieren die Preise von kostenlos bis 20 Euro. Mittlerweile bieten viele Studios so genannte Starter-Pakete an, die den Interessenten ermöglichen, zu einem fairen Preis mehrere Yogaklassen und –lehrerende kennen zu lernen. Für eine regelmäßige Yogapraxis muss man in der Regel mit 40 bis 100 Euro pro Monat oder Zeitraum rechnen. Lehrende, Yogaschulen und Gesundheitseinrichtungen wie Volkshochhochschulen bieten Einzel-, Streifen- bzw. Mehrfachkarten, Mitgliedschaften oder einen fixen Beitrag für einen bestimmten Zeitraum an.

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Was sind „offene“ und „geschlossene“ Yogakurse?

Offene Yogakurse bieten zeitliche und inhaltliche Alternativen für Anfänger und fortgeschrittene Übende. Die Klassen finden regelmäßig statt, aber der Übende hat eine gewisse Auswahl, wo, wann und wie oft er an Yogaklassen teilnimmt. Die Abrechnung erfolgt in der Regel über Einzelkarten („Drop-In“), Mehrfachkarten (3er, 5er, 10er etc.), Monats- oder Mitgliedsverträgen.

Für geschlossene Yogaklassen melden sich Übende für einen festen Zeitraum und Betrag an. Die Kurse wenden sich an ein bestimmtes Niveau („Stufe“ oder „Level“ 1, 2 oder3) oder bestimmte Zielgruppen wie Anfänger, Kinder, Schwangere. Von Beginn bis Ende des Kurses bleibt es bei den gleichen Teilnehmern.

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Wie erhalte ich einen Zuschuss von meiner Krankenkasse?

Die Krankenkassen in Deutschland haben sich mit dem Präventionsleitfaden verpflichtet, ihre Mitglieder in Hinblick auf Bewegung, Ernährung und Suchtverhalten bei einem gesunden Lebenswandel zu unterstützen. Yoga zählt in diesem Rahmen zu den geförderten Methoden. Je nach Krankenkasse werden bis zu zwei Maßnahmen aus zwei verschiedenen Bereichen (wie etwa Bewegung und Ernährung) gefördert. Die Förderung liegt in der Regel zwischen 80 und 100 Prozent und bedingt eine regelmäßige Teilnahme der Maßnahme über einen bestimmten Zeitraum. Wichtig ist, dass die Krankenkasse den Anbieter anerkennt, sonst übernimmt sie nicht die Kursgebühren. Die  richten sich in der Regel danach, ob der Anbieter einen medizinisch-therapeutische Beruf erlernt hat und ein Zertifikat bestimmter Ausbildungsorganisationen wie etwa dem Berufsverband der Deutschen Yogalehrenden (BDY) vorweisen kann. Wir empfehlen, sich vor Beginn der Maßnahme mit der Kasse abzustimmen.

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Benötige ich für die Yogapraxis besondere Kleidung?

Für die Yogapraxis eigenen sich am Besten bequeme Kleidungsstücke, in denen man sich wohl fühlt und Bewegungsfreiheit hat. In manchen Stilen ist die Praxis sehr dynamisch und man kommt ins Schwitzen. Dafür eignen sich luftigere oder atmungsaktive Kleidungsstücke. Gut ist auch, wenn die Kleidung nicht zu weit liegt – sonst rutscht sie in den Vorbeugen und Umkehrhaltungen (zum Beispiel Kopfstand) über das Gesicht. Um in der Abschlussentspannung (Savasana) nicht auszukühlen, Socken und ein langärmeliges Shirt griffbereit halten.

Mittlerweile gibt es verschiedene Designer und Hersteller, die spezielle Kleidung für die Yogapraxis anbieten. Übersicht Online-Shops.

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Welche Yogaprodukte benötige ich als Ausrüstung?

Das wichtigste Utensil ist die Yogamatte. Eine Yogamatte hilft, nicht mit Händen

und Füßen zu rutschen. Die Yogahaltungen können mit mehr Stabilität ausgeführt werden.

Die meisten Studios verfügen über Matten für die Kursteilnehmer – aber eine eigene Matte fühlt sich natürlich angenehmer an. Empfehlenswerte Yogamatten kosten zwischen 15 und 50 Euro. Die Preisunterschiede richten sich nach Größe, Dicke, Design und Material der Yogamatte. Standard-Yogamatten haben eine Größe von etwa 180 mal 60 cm. Frauen und Männer, die über 1,80 Meter groß sind, sollten sich beim Kauf für eine größere Ausführung entscheiden (zum Beispiel 200 mal 100 cm).

Yogaservice empfiehlt beim Kauf darauf zu achten, dass die Yogamatte maschinenwaschbar ist und ohne Lösungsmittel (AZO) und Benzole im Weichmacher (DOP) produziert wurde.

Yogablöcke und Yogagurte finden ebenfalls Verwendung, die Studios stellen sie aber in der Regel zur Verfügung. Für die Heimpraxis kann man sich zu Beginn auch erst einmal mit einem dicken Buch und einem Gürtel behelfen.

Hier findest Du Online-Shops mit einer großen oder besonderen Auswahl an Yogamatten, Yogakleidung, Yogazubehör und Accessoires.

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Was muss ich für die Yogapraxis zu Hause beachten?

Die letzte Nahrungsaufnahme sollte etwa zwei Stunden zurückliegen. Wähle einen ungestörten und etwa vier Quadratmeter großen Ort. Verwende eine weiche, rutschfeste Matte als Unterlage und optional einen Gürtel und ein dickes Buch, um Dich in bestimmten Yogahaltungen zu unterstützen. Eine Wolldecke hält den Körper in der Endentspannung warm. Wem es schwer fällt, einen geraden Rücken im Schneidersitz zu halten, nehme sich eine zusammengefaltete Decke, einen Klotz (Buch), einen Hocker oder Stuhl zu Hilfe.

Wir empfehlen den Einsatz von qualifizierten Büchern und Lehr-DVDs, wenn keine Möglichkeit besteht, einen geleiteten Anfängerkurs zu besuchen. Medien können helfen, die einzelnen Yogaübungen korrekt zu lernen und Verletzungen zu vermeiden. Hier findest Du eine Auswahl an rezensierten Yoga-Büchern und Yoga-DVDs sowie Weblinks von Anbietern, die Online-Yoga anbieten, sozusagen im virtuellen Yogastudio.

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Wie häufig soll ich Yoga machen?

Eine regelmäßige Praxis von mindestens einmal pro Woche ist gut, besser aber sind zwei Einheiten pro Woche. Es müssen auch nicht zwingend 90 Minuten Praxis sein. In der Regel gilt: Lieber häufiger kürzere Übungseinlagen als alle zwei Wochen eine Mammutsitzung. Jeden Tag 15 Minuten können Wunder wirken.

Übe Dich in Geduld und akzeptiere Deine körperlichen und mentalen Grenzen. Eine regelmäßige Yogapraxis hat nichts mit der Vorbereitung auf einen Wettkampf zu tun.

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Wann sollte ich kein Yoga üben?

Mit akuten Krankheiten wie Erkältungen, Grippe oder ähnliches sollte nicht geübt werden. Bei Verletzungen und chronischen Krankheiten empfehlen wir vor der Yogaklasse die Abstimmung mit dem behandelnden Arzt.

Frauen entscheiden am besten nach Stimmungslage und Befinden, ob sie während der Menstruation Yoga praktizieren möchten. Viele Schulen raten von Umkehrhaltungen (wie etwa Kopf- oder Schulterstand) während der Tage ab.

In jedem Fall den Yogalehrenden über aktuelle Beschwerden, Verletzungen und Beobachtungen informieren und sich gegebenenfalls modifizierte oder alternative Übungen zeigen lassen.

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Was muss ich während einer Schwangerschaft beachten?

Schwangeren empfehlen wir den Besuch von Yogaklassen, die sich speziell an die Bedürfnisse einer Schwangerschaft richten. In den ersten drei Monaten ist es unter Umständen sicherer, auf Yoga zu verzichten.

Viele Yogalehrer und Yogaschulen bieten Angebote für werdende Mütter vor und nach der Geburt an. Mit dem Studiofinder kannst Du Yoga für Schwangere in Deiner Region finden. Fachliteratur und –DVDs unterstützen diese besondere Zeit. 

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