Fünf Fragen an David Swenson: Yoga als Instrument

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David Swenson ist einer der großen amerikanischen Ashtanga-Yogalehrer. Er begann als 13-jähriger, Yoga zu üben, vor über 40 Jahren. Mit 19 lernte er den Ashtanga-Gründer Sri K. Pattabhi Jois kennen, als dieser auf Einladung von Davids Lehrern David Williams and Nancy Gilgoff zum ersten Mal in die USA reiste. Kurz darauf suchte David Swenson den Ashtanga-Meister in Indien auf und wurde sein Schüler. Ab morgen unterrichtet er zum ersten Mal Workshops in Berlin. Wir sprachen mit ihm über seinen Stil, seine Prinzipien und die Yogaikone Pattabhi Jois.

ys: Wie definierst du Yoga?

In seiner einfachsten Form ist Yoga ein Instrument für das Leben!

ys: Und wie würdest Du Deinen Yogastil beschreiben?

Ich praktiziere und lehre Ashtanga-Yoga. Gestartet habe ich mit diesem Yogastil 1973. Ich liebe es immer noch, ihn jeden Tag zu praktizieren. Es ist ein dynamisches Yoga-System, das sowohl den Atem als auch fließende Bewegungen vereinigt. Ashtanga ist die Wurzel von vielen anderen Yogastilen wie Power-Yoga, Vinyasa-Yoga und Jivamukti-Yoga  – alles begann mit Ashtanga. Es gibt eine spürbare Verbindung zwischen inneren und äußeren Aspekten der Praxis innerhalb der Ashtanga-Methode. Die besondere Atemtechnik, bekannt als Ujjayi, hilft, die feinstoffliche Welt, die Welt der Energie, zu fokussieren, während der Flow und die Bewegung die Balance aus der physischen, sichtbaren Welt mitbringt. Ich liebe es! Ich behaupte nicht, es sei das beste Yoga oder so. Ich mag es einfach und erlebe persönlich den Nutzen und das Wohlbefinden, das dadurch entsteht.

 
David Swenson "Handswide Headstand". © Ashtanga Yoga Productions

ys: Was sind die Kernelemente deiner Lehre?

Ich glaube, dass die besten Lehrenden komplexe und verzwickte Ideen und Inhalte einfach und verständlich transportieren können. Das ist mein Anspruch: Die Schönheit und Kraft von Yoga in einer einfachen und humorvollen Herangehensweise zu übermitteln.

ys: Wie sieht deine Praxis heutzutage aus und mit welchen Herausforderungen setzt du dich auseinander?

Die Herausforderungen oder Praxis bleiben die Gleichen vom ersten bis zum letzten Tag. Es geht darum, den Geist zu beruhigen, Prana zu erhöhen – die Energie in uns – und nach außen in die Welt zu tragen, indem wir sie nachvollziehbar in unsere Taten integrieren und mit anderen teilen. 

ys: Du hast mit Sri Pattabhi Jois studiert, dem Begründer von Ashtanga-Yoga. Wie war er und was hast du aus eurer Beziehung gelernt?

Ich traf Pattabhi Jois 1975. Er war ein wunderbarer Mann mit einer kraftvollen Präsenz und einem unwiderstehlichen Lächeln! Ich lernte von ihm den Spaß am Praktizieren und Lehren, und die Tiefe der Praxis in jedem Atemzug zu sehen. Er hielt es immer lustig und real. Pattabhi Jois wollte, dass wir lernen und wachsen. Er hat nicht forciert, sondern sein Wissen und seine Erfahrungen so geteilt wie Großeltern es mit ihren Enkelkindern tun.

ys: Vielen Dank für das Gespräch.

mho

 

 

 

 

Zum Thema 

David Swenson gibt acht Workshops (5. bis 7. und 14. August) und unterrichtet in einer Fortbildung für Ashtanga-Yogalehrer (Teaching Techniques Immersion) vom 8.-14. August erstmalig in Berlin. In den Workshops gibt es noch wenige Restplätze. Weitere Informationen bitte der Homepage des Veranstalters Jivamukti Yoga Berlin entnehmen.

Homepage David Swenson

Original-Interview in englischer Sprache.

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