Neue Serie: Öko + Yoga = Green-Yoga

Yoga schenkt starke Nerven, aber keine dicke Haut, mit der sich Umweltzerstörung und Gewalt einfach aushalten lassen. Im Gegenteil: Die Praxis macht wach – und aktiv. Daraus wächst eine öko-yogische Bewegung, Green-Yoga genannt. Yogalehrer und Buchautor Hardy Fürch erklärt zum Start unserer neuen Serie über ökologisches Bewusstsein, worum es dabei geht. 

Es gibt – jenseits der kollabierenden Finanzmärkte – derzeit zwei besonders starke gesellschaftliche Trends: Ökologie und Yoga. Dabei scheinen „Öko“ und Yoga zwei recht verschiedenen Lebensbereichen anzugehören. In dem einen bewegt man sich zumeist auf der Matte in seinem Inneren, in dem anderen in politischen Gremien oder Aktionsfeldern in der Welt „da draußen“. Doch es ist eine Illusion zu glauben, man könne das Innen und das Außen fein säuberlich voneinander trennen. Tat tvam asi heißt ein großes Wort in der Yoga-Philosophie: DAS bist DU – das da „draußen“, das bist (auch) du. Yoga findet demnach in keiner abgesonderten Parallelwelt statt. Wenn wir tief in uns hineinschauen, Achtsamkeit und Mitgefühl einüben, dann spüren und erkennen wir: Zerstörte Natur, gequälte Tiere, verzweifelte Menschen – das lässt uns nicht kalt, das „sind“ irgendwie auch wir. Wir wollen helfen und verändern. Daher gehören Öko und Yoga, Kopf, Herz und Hand zusammen: Green-Yoga.

Es mag überraschend klingen, doch für Green-Yoga ist die Philosophie des Yoga mit den Yamas und Niyamas (aus dem Yoga Sutra von Patanjali, Anm. d. Redaktion), die uns den „rechten“ Umgang mit der Welt und uns selbst aufzeigen, eine große Hilfe. Darüber, wie uns die Yamas und Niyamas „öko-yogisch“ unterstützen können, demnächst mehr.

Hardy Fürch

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