Jivamukti: Lokah-Mantra ist Fokus des Monats
Sharon Gannon wählt das Mantra "Lokah Samastah Sukhino Bhavantu" als Fokus des Monats April und gibt die geistige Ausrichtung für die internationale Jivamukti Yoga Community vor. Hintergrund und Zusammenhänge fasst Petra Schönenberg für yogaservice.de zusammen.
"Lokah Samastah Sukhino Bhavantu" bedeutet frei übersetzt "Mögen alle Lebewesen überall frei und glücklich sein und möge ich mit meinen Gedanken, Worten und Handlungen auf bestmögliche Weise dazu beitragen."
Mit dem Mantra (Sanskrit, m., man=denken, tra=instrumentalisierte Form) möchte die Jivamukti-Co-Gründerin daran erinnern, dass das eigene Glück und Wohlbefinden letztendlich davon abhängig sei, das Glück Anderer zu verfolgen und dass tatsächliche Freiheit nicht dadurch entstehen könne, andere Lebewesen ihrer Freiheit zu berauben. Die überzeugte Veganerin spielt darauf an, dass dies Menschen aktiv tun, so lange sie tierische Produkte im Alltag konsumieren. Sie ermuntert, das Mantra jeden Tag entweder zu singen, sprechen oder zu denken als auch Tiere in den Kontext von "alle Lebewesen" zu integrieren, um selbst zu beginnen, die Welt freundlicher zu gestalten.
Der Sanskritbegriff “Karma” bedeutet Handlung und umfasst damit Gedanken, Worte und Taten. Das Gesetz des Karma besagt, dass auf jede Aktion eine Reaktion erfolgt - auch eindrucksvoll von Albert Einstein in seiner Theorie vom gekrümmten Raumes beschrieben: Alles, was in den Raum hineingeworfen wird, wird unweigerlich zum Ursprung zurückfinden. Karmisch betrachtet bedeutet es, achtsam mit dem zu sein, was wir sagen, denken und tun, denn alles, was wir aussenden, wird früher oder später auf uns zurück treffen.
Für den westlich erzogenen Menschen sei dies ein schwer nachvollziehbarer Gedanke, so Sharon Gannon. Ihrer Meinung nach würden insbesondere Bürger der USA dahingehend ermutigt, persönliche Freiheit und persönliches Wohlbefinden über das der Allgemeinheit zu stellen. Sie erinnert daran, das wir nicht nur die eigenen Lebensumstände, sondern vielmehr auch den Zustand der Umwelt verschlechtern, wenn wir keine Verantwortung übernehmen. Zusätzlich würde der Verzehr von Fleisch und Tierprodukte die Menschheit weiter vom persönlichen Glück entfernen, denn "wenn wir anderen Lebewesen nicht das von uns ersehnte Glück und die Freiheit zukommen lassen, wie können wir selbst jemals diesen Zustand verwirklichen?"
Yoga zu praktizieren, heißt achtsamer zu werden und einen Lebensstil zu etablieren, der das Wohlergehen anderer Lebewesen verfolgt. Yoga zu praktizieren, kann uns tiefergreifende Erkenntnisse darüber offenbaren, wie wir andere Lebewesen behandeln und wie sehr unser Glück und Wohlergehen mit ihnen verbunden ist.
Der Fokus of the Month ist ein Auszug aus dem Buch “Yoga & Vegetarianism” von Sharon Gannon.
Foto Sharon Gannon ©Guzman
Zum Thema
Jivamukti: Focus of the Month (english Version)
Rubrik Jivamukti: Fokus des Monats auf yogaservice.de
Who is Who: Sharon Gannon und David Life
Buchtipp: Standardwerk - Befreiung durch Jivamukti-Yoga
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