Jivamukti: Vorbeugen sind Fokus des Monats

„Vorwärts in die Vergangenheit“, so spitzen die Jivamukti-Gründer ihren Juli-„Fokus“ zu. Wenn wir uns vorbeugen, bemerken wir unmittelbar, was wir bisher zu tun versäumt haben. Eine einseitige Lebensweise führt zu verkürzten Muskeln auf der Rückseite unseres ganzen Körpers. Hier die Gedanken von Sharon Gannon, übertragen von Petra Schönenberg.

Sich vorzubeugen sei eigentlich eine ganz natürliche Bewegung, schreibt Jivamukti-Yoga-Mitgründerin Sharon Gannon. Wir beugen uns ganz selbstverständlich nach vorne, um etwas aufzuheben. Doch im Alltag sitzen wir viel: zuhause auf dem Sofa, auf Stühlen bei der Arbeit, im Auto. Wenn wir dann Vorbeugen als Asana üben, tauchen unangenehme körperliche Empfindungen und Emotionen auf. Die möchten wir in der Regel nur zu gern – und damit auch die Vorbeugen – vermeiden. Dies seien die Resultate unser Vergangenheit, die sich in unseren Gelenken, Muskeln, Organen und dem Gewebe manifestiert hätten, so Sharon.

Auf physischer Ebene stärkten Vorbeugen die Hüftmuskulatur, dehnten die Rückseite unseres Körpers und die Oberschenkelmuskulatur. Energetisch werde bei den Vorbeugen das zweite Chakra - Swadihshthana Chakra – aktiviert. Das korrespondiere mit unserer Kreativität, unserer Sexualität und unseren Beziehungen zu Anderen. Zudem verbesserten diese Übungen die Verdauung und hülfen bei Menstruationsbeschwerden.


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Egal ob sitzend, stehend oder liegend; bei der Ausführung kommt es darauf an, dass Füße und Beine aktiv seien und der Brustkorb nicht zusammensinke. Die Vorbeuge wird meist mit der Ausatmung vertieft und mit der Einatmung erneut ausgerichtet.

Vielen Menschen fällt es außerordentlich schwer, in Vorbeugen zu verweilen. Sie wollen das eventuelle körperliche oder emotionale Unbehagen vermeiden und alten unverarbeiteten Beziehungskonflikten und Ängsten aus dem Weg gehen. Doch hier - so Sharon Gannon - liege der große Nutzen der Vorbeugen: Dies zu erkennen und zu lösen, bedeute die Fesseln der Vergangenheit abzustreifen. Vorgebeugt könnten wir die Vergangenheit bewältigen und so mühelos die Zukunft angehen.

Petra Schönenberg

Artikelbild: David Life und Sharon Gannon in der Vorbeuge Pashimottanasana. @ Guzman