Jivamukti: Kraft des Segnens ist Fokus des Monats

Der monatlich festgelegte, thematische „Fokus“ innerhalb der weltweiten Jivamukti-Community widmet sich im August der Qualität unserer Beziehungen. Dass alle Wesen verbunden sein sollen, ist für viele Menschen zwar eine schöne Vorstellung; die meisten aber fühlen sich von ihrer Umwelt getrennt. Segnen ist eine Technik, diese Trennung zu überwinden.

Jivamukti-Gründerin Sharon Gannon zitiert in ihren Gedanken zum August-Fokus einen Brief, den sie von einem Freund erhalten hat. Der richtet sich darin mit den Worten „Liebes Ich in Form von Du“ an sie, statt mit der üblichen Formel „Liebe Sharon“. Er illustrierte damit wortwörtlich die Einheit allen Seins, die im yogischen Zustand der Erleuchtung entsteht. Sie schreibt, dass wir uns immer von anderen als getrennt betrachteten, halte uns von der Verwirklichung dieser Einheit ab.

In den Ausführungen heißt es, dass wir oftmals, wenn wir uns über Andere aufregten, dies nur eigene vergangene Verhaltensmuster vor Augen führe. Anstatt also die Lösung darin zu sehen, den/die Anderen ändern zu wollen, läge der Schlüssel im Wandeln unserer Einstellung ihnen gegenüber. Ein Weg unsere Wahrnehmung zu verändern beziehungsweise zu reinigen und die Trennung zwischen uns und anderen aufzulösen, sei, sich im Segnen zu üben. Bedingungslose Liebe erreiche durch das Segnen den Empfänger auf energetischem Weg und berühre dabei auch den Sender. Segnen heiße zu verzaubern, so schreibt Sharon.

In ihrer „Meditation des Segnens“ nimmt man eine aufrechte Sitzhaltung ein und wird sich des Ein- und Ausatmens bewusst. Nach einer Weile sagt man bei jedem Einatmen still in sich hinein:“ Ich segne...“ und beim Ausatmen den Namen eines bestimmten Menschen. Nach und nach weitet man die Meditation auf die Familie, Freunde, Nachbarn, Vorgesetzte, Kollegen und weitere Personen im Umfeld aus. Später insbesondere auch auf die Menschen, mit denen wir Schwierigkeiten haben.

Sharon machte die Erfahrung, dass sie mit der Zeit den Gesegneten gegenüber immer wohlwollender wurde und sich Uneinigkeit, die zwischen ihnen stand, auflöste. Die Beziehung wurden entspannter und freundlicher. Diese Praxis – in Gedanken zu Segnen – brauche jedoch Geduld, liebevolle Zuwendung und Zeit, bevor der Samen reife. Dann nähmen nach und nach die Menschen um uns herum die Gestalt an, die wir wünschten und wir würden uns als die Person erkennen, von der wir wussten, so sein zu können: Eins mit allem!

Petra Schönenberg

Artikelbild: Gottes Segen als Tattoo. @ Maureen Plainfield