Großes Kopfschütteln: Pastor nennt Yoga „dämonisch“

Nicht nur in islamischen Staaten können Asanas, Pranayama und Meditation Ärger einbringen. Jetzt hat ein amerikanischer Pastor namens Mark Discroll Yoga buchstäblich verteufelt. Yoga sei Hinduismus, hier gehe man in sich und verbinde sich mit dem Universum, das sei „absolut heidnisch“. Die Yogaszene reagiert zwischen belustigt und entsetzt.

In einer Yogaklasse liefere man sich Dämonen aus. In sich zu gehen, sei falsch. „Wir gehen nach außen“, sagt Discroll, man strebe über den „Mittler“ Jesus hin zu Gott. Yoga sei deshalb „dämonisch“. Für den Pastor wimmelt es allerdings nicht nur auf dem Yogaweg und in der hinduistischen Götterwelt von bösen Dämonen; er lehnt auch alle möglichen Filme und – natürlich –  auch alle anderen Glaubensrichtungen.

Vor einiger Zeit wiesen wir schon auf die Anfeindungen und Unterdrückung von Yoga in islamischen Ländern wie Malaysia, Ägypten und der Türkei hin. Doch das Gerede und Wirken des christilichen Fundamentalisten ruft in Erinnerung, das auch in Amerika nicht überall das geistige Klima herrscht, in dem so hilfreiche Ansätze wie Power-Yoga, Jivamukti und Anusara entstehen konnten.

Der entscheidende Ausschnitt aus Discrolls Argumentation ist als Video auf Youtube zu sehen. Wir verzichten auf die Einbettung auf yogaservice.de, empfehlen zur Beruhigung aber die Lektüre der vielen Kommentare, die den aggressiven Belehrungen mit Aufgeklärtheit und Humor entgegen treten.

tis