Green-Yoga: Ökologie beginnt bei der inneren Haltung

Für die Green-Yogis beginnt Ökologie mit der Arbeit an einer inneren Haltung, die sich an yogaphilophischen Prinzipien ausrichtet, den Green-Yamas und -Niyamas. In dieser Folge unserer Serie über öko-yogisches Bewusstsein skizziert Yogalehrer und Buchautor Hardy Fürch die heutigen Bedeutung dieser Prinzipien.

Ethik und Moral sind der Hintergrund einer jeden Yogapraxis. Aus diesem Grunde formulierten die alten Weisen Indiens philosophisch-ethische Grundlagen, wie wir mit der Welt und uns selbst umgehen sollten. In den Yoga-Sutras Patanjalis und in der Hatha-Yoga Pradipika heißen sie Yamas und Niyamas. Die Yamas und Niyamas sollen in Gedanken, Worten und – besonders wichtig – Taten eingeübt werden.

Es gibt jeweils fünf Yamas und Niyamas. Die Yamas heißen Ahimsa, Satya, Asteya, Brahmacharya und Aparigraha. Auf die heutige Zeit übertragen: Gewaltlosigkeit, Wahrhaftigkeit, Nicht-Stehlen, Sublimierung der Sexualität und Nicht-Horten. Die Niyamas heißen Shaucha, Samtosha, Tapas, Svadhyaya, Ishvara Pranidana.  Auf heute übertragen: innere und äußere Reinheit, Zufriedenheit, intensives Üben, Studium der geistigen Schriften, Hingabe an das Absolute.

Die Yamas und Niyamas sind ganz hervorragend geeignet, unser öko-yogisches Bewusstsein – Green-Yoga – nachhaltig zu fördern: Wie sollen wir mit unseren Mitmenschen, Tieren, Pflanzen und den begrenzten Ressourcen der Erde umgehen? Was ist angemessen und gerecht? Und was zukunftsfähig?

Wir werden in Sachen „green“ Yamas und Niyamas mit dem Yama Ahimsa, der Gewaltlosigkeit, beginnen. Dazu demnächst mehr.    

Hardy Fürch

Artikelbild: © Marie Bogner/Fotalia

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