Asana des Monats: Hanumanasana und den Sprung wagen

Im indischen Epos Ramayana wird der Affengott Hanuman als mutiger, humor- und hingebungsvoller Heerführer der Affen dargestellt. Außerdem ist er für seine großen Sprünge – von der Insel Ceylon in den Himalaya und wieder zurück – berühmt. Der Monat Juli ist der Körperhaltung Hanumanasana, auch bekannt als Spagat, gewidmet. Jede Yogahaltung bietet die Möglichkeit, den Sprung zu wagen, erläutert Yogalehrer Detlev Alexander.

Jede Yogahaltung ist ein Werkzeug, um Achtsamkeit zu praktizieren. In jeder Yogahaltung können wir uns fragen, was wir wirklich fördern und kultivieren wollen. Jeden Moment haben wir die Wahl zwischen mehr Freiheit oder mehr Aggression und Schmerz. "Den Sprung wagen" könnte beinhalten, uns nicht an unsere Ängste, Sorgen und Engstirnigkeit zu klammern, sondern uns von unseren destruktiven Gewohnheiten und Ängsten zu befreien. Pema Chödrön schreibt: „Gewohnheiten sind wie Kleidungsstücke. Man kann sie anziehen, und man kann sie ablegen.“

Hanumans Sprünge können uns dabei an unseren eigenen Mut, unsere eigene Furchtlosigkeit sowie unsere grundlegende Gutheit erinnern. Eine einfache Methode kann diesen Ansatz unterstützen: Wir halten kurz inne - eine Pause, eine Lücke entsteht. Dadurch lassen wir etwas Raum und Offenheit zu. Dies können beispielsweise drei tiefe, ruhige Atemzüge sein. Wir verbinden uns mit unserem Atem und damit dem uns innewohnenden Potential. Schon ein kurzer Moment beinhaltet die Chance, uns mit unserer Offenheit zu verbinden sowie unsere natürliche Intelligenz hervortreten zu lassen. Wir lernen unsere Gewohnheiten aufzudecken und loszulassen. Auf diese Weise wagen wir den Sprung...

Viel Glück!

Detlev Alexander