Wie im Yogaraum: Virtuelles Yogastudio online

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Nach den Online-Studios Yogaeasy.de und yogamour.de bietet jetzt auch der Berliner „Yogaraum“ unter yogaraumonline.de (YRO) das Mitmachen von Yogaklassen im Internet an – eine praktische Alternative für zuhause oder unterwegs. Das Online-Üben ist in den USA längst ein Trend, in Europa steckt es noch in den Kinderschuhen. Wir haben uns den neuen Service angeschaut.  

Hinter der Idee steckt Anusara-Yogalehrer Alex Kröker, der schon vor einigen Jahren gemeinsam mit dem Berliner Yoga-Urgestein Ananda Leone den Yogaraum in Berlin-Kreuzberg gründete. Das Online-Yogastudio bietet eine kostenlose 14-tägige Testphase an, in der man so viel praktizieren kann wie man möchte, und das macht Spaß: Das Angebot ist schon jetzt, zum Start, sehr umfangreich.

Ob Yoga für Anfänger, Achtsamkeit für den Rücken, Kundalini Basics oder Pranayama: Über 100 Yogaklassen hat das Team von YRO bereits aufgenommen und im Webarchiv. Kontinuierlich werden weitere Yogastunden aus dem Berliner Studio aufgezeichnet, insbesondere auch von nationalen und internationalen Gast-Yogalehrern wie zum Beispiel die Anusara-Lehrenden Barbra Noh, Chris Chavez und Katchie Ananda, die für Workshops zu Besuch kamen (und weiterhin kommen werden). So finden sich auch englischsprachige Yogaklassen im Programm.

YRO Klasse
Ausschnitt aus den Online-Klassen des Yogaraums © Yogaraum

Yogis, Yoginis und solche, die es noch werden wollen, können über eine Filterfunktion ihr Niveau, Interesse, Lehrer und die Länge der Yogapraxis auswählen. Die Bedienung ist leicht und übersichtlich. Die Perspektive ist die aus der Mitte einer Klasse heraus: als ob man seine Matte in der letzten Reihe des Yogaraums platziert hätte, rundherum Mitübende, und vorne der Lehrer. An die Rücken der anderen Praktizierenden muss man sich anfangs noch etwas gewöhnen. Aber dann spürt man doch etwas „Live-Atmosphäre“ im eigenen Wohnzimmer. 

Die Lehrenden sprechen und bewegen sich wie in einer regulären Yogastunde. Das ist sympathisch, da es nichts Einstudiertes und Künstliches hat. Trotzdem haben die Klassen ein professionelles Niveau. Außerdem empfanden wir als hilfreich, dass durch den Live-Charakter die Yogalehrenden auf die Praktizierenden im Raum eingehen. Sie geben Assists, sogenannte Hilfestellungen, und bauen so Extra-Erklärungen und -demonstrationen ein. Das ist eine wohltuende Abwechslung gegenüber DVDs oder anderen standardisierten Medienangeboten.

Aktuell sind vor allem Online-Klassen von Yogalehrenden im Webarchiv, die im regulären Studiobetrieb (Yogaraum) unterrichten oder über das Anusara-Netzwerk verbunden sind: Alex Kröker (Anusara-Yoga), Ananda Leone (Hatha-Yoga), Barbra Noh (Anusara-Yoga), Detlev Alexander (Vinyasa-Yoga), Deborah Haaksman (Hatha-Yoga, Forrest-Yoga), Chris Chavez (Anusara-Yoga), Melanie Tressel (Yoga für Schwangere), Hanna Jürgens (Kundalini-Yoga), Lucie Beyer (Acro-Yoga), Rachel Brooker (Hatha-Yoga), Tina Lobe (Anusara-Yoga), Kristina Mann (Anusara-Yoga), David Moreno (Deep Flow Yoga), Bridget Woods Kramer (Anusara-Yoga).

Aufbau und Angebot von Yogaraumonline.de erinnert an den amerikanischen Anbieter www.yogaglo.com. Falls das gewollt ist, lehnt sich sich die Website an ein erfolgreiches und international anerkanntes Konzpt an. Bleibt abzuwarten, ob und wann sich der deutschsprachige Yogamarkt ähnlich dem amerikanischen vom Marktpotenzial entwickelt. Vielleicht haben sich die YRO-Macher auch beim Preis an US-Online-Studio orientiert: Yogaglo.com kostet 18 US Dollar, YRO 18 Euro pro Monat. Schon recht viel, wenn man sich überlegt, dass das überwiegend reguläre Yogaklassen sind, die ja eigentlich schon von den Praktizierenden im Studio bezahlt werden und nicht erst neu inszeniert werden wie bei Yogaeasy.de. Klar, der Beitrag ist wesentlich preiswerter als eine Mitgliedschaft oder Zehnerkarte im Studio. Und wenn man bedenkt, dass man jeden Tag beliebig viele Yogastunden praktizieren kann und das unabhängig von Ort und Zeit, ist der Preis vertretbar. Günstiger dagegen sind mit zehn beziehungsweise 15 Euro pro Monat die Preise von Yogaeasy.de.

Fazit: YRO richtet sich nicht nur an Yogaschüler, sondern auch an Yogalehrende, die nach neuer Inspiration suchen oder nicht in den Yoga-Hochburgen wie Berlin, Hamburg, Köln, München leben und trotzdem internationale Yogagrößen erleben möchten. YRO sucht übrigens auch noch interessierte Yogalehrende, die selbst Interesse haben, Yogastunden zu unterrichten und aufzeichnen zu lassen. Es wäre schön, wenn es das Anusara-orientierte Studio über dieses Angebot schafft, noch mehr Yogapersönlichkeiten anderer Yogastile ins Programm aufzunehmen. Ansonsten können wir nur sagen: Sehr empfehlenswert!

mho

Zum Thema

Website Yogaraum Online (YRO)

Weitere Yoga-Angebote zum Mitmachen im Netz: Yogaeasy.de, Yogamour.de; Online-Yogakurs für Anfänger von Yogabasics (Silvio Fritzsche)Yogapodcast von Claudia und Michael Wiese, Yoga-Videos und Anleitungen für Yoga-Anfänger bei Yoga-Vidya

Website Yogaglo.com (USA)

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