Sri Aurobindo

Yoga-Philosophie

Mit Yoga-Philosophie im weiteren Sinne meint man den umfangreichen, in sich teils widersprüchlichen geistigen Überbau zur Yoga-Praxis, der sich je nach Traditionsverständnis religiös, philosophisch-wissenschaftlich oder körperorientiert-anatomisch darstellt. Im engeren Sinne beschreibt sie die geistigen Voraussetzungen für den Zustand des Yoga.

Für Yoga-Nerds: Yoga als „transnationales“ Projekt

Es gibt eine sehr beliebte Art, Yoga zu erklären, und die geht so: Die Methode ist viele tausend Jahre alt, kommt aus Indien und bringt „Körper, Geist und Seele“ in Einklang. Das stimmt nur halb. Sie ist erst gut hundert Jahre alt, entstand im Zusammenspiel von Ost und West und ihr Nutzen ist Auslegungssache. Auch das ist wahr, wie Mark Singletons in seiner präzisen Studie „Yoga Body“ zeigt.

Integraler Yoga

Integraler Yoga bezieht sich auf die Integration von Yoga der Philosophie (Jnana-Yoga), Yoga der Hingabe (Bhakti-Yoga und Yoga des Handelns (Karma-Yoga). Das Konzept entwickelte der indische Gelehrte Aurobindo Ghose zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die Bhagavad Gita ist u.a. die Basis für Aurobindo´s Integralen Ansatz. Als Methode beinhaltet er weder Hatha-Yoga noch eine Meditationspraxis. Integraler Yoga bezieht sich u.a. auf das Verhalten, auf das Öffnen und auf die Transformation.