R. Sriram

Yoga

Yoga, aus der Sanskritwurzel yuj, bedeutete ursprünglich Joch, wird aber auch mit Anschirren, Gespann oder Fahrt übersetzt. Die ersten Yogis übernahmen das Wort aus der Bauernsprache als Metapher für einen besonderen Bewusstseinszustand. Seit dem 6. Jahrhundert steht es auch für ein Übungssystem, das diesen Zustand technisch herbeiführt.

TV-Tipp: Yoga-Thementag auf Arte

Der deutsch-französische TV-Sender Arte widmet "Yoga" einen ganzen Thementag am Sonntag, 17. Februar 2013. Filme, Dokumentationen und Dossiers stellen verschiedene Aspekte der Yogalehre vor und gehen der Frage nach, ob Yoga aus uns bessere Menschen macht.

Vor der Kamera: R. Sriram über Yoga, Selbst und Ego

R. Sriram entstammt einer indischen Brahmanenfamilie und lebt seit den Achzigerjahren in Deutschland. Hierzulande gehört er zu den erfahrensten Yogalehrern und ohne Zweifel besten Kennern der Yogaphilsophie. Bei seinem letzten Besuch der Berliner Yogaszene provozierte er bei einem Vortrag mit der These, Psychotherapie und Yoga mache das Ego nicht weicher, sondern größer. Wir sprachen mit ihm danach über Yoga in Indien und Deutschland. Dabei erklärte er uns, dass der Mensch zwei Selbste hat – beide seien wichtig.

Auf die traditionelle Art: Yogasutra auf CD

Die Weisheit des Yoga wurde Jahrhunderte lang nur mündlich überliefert, auch die Sutren des Patanjali. Die prägen sich besser ein, wenn man sie in einer bestimmten Melodie rezitiert.  Es gibt sie auf CD, seit kurzem auch von einem der besten Sutra-Kenner in Deutschland: Sriram.

Standardwerk: Yogasutra – übertragen von Sriram

Das Yogasutra inspiriert uns, „das meinende, denkende Selbst zu erforschen“, ihm „auf die Schliche zu kommen, um einen klaren Weg aus Schwierigkeiten zu finden“, schreibt Sriram im Vorwort seiner Übertragung. Er ist einer der besten Kenner dieses Textes, nächstes Wochenende hält er darüber einen Workshop in Berlin ab.