Clubculture

Yoga mit DJ: Die Erben der Clubculture

„Fusion-Yogini“, „Chakra-Tuning“ und „Rock-Asana“ – Ausdrücke wie diese zeichen schon die Sympathie moderner Großstadt-Yogis für Popkultur. Bemerkenswert sind auch die Experimente, Asanas in der Atmosphäre von Clubs, Chillout-Areas oder Bühnenräume zu üben. Die Gründe dafür liegen auf der Hand.

Interview mit Dr. Motte: Sich mit seiner Frage vereinen

Die Loveparade sei jetzt „ein negativer Vibe “, sagt ihr Gründungsvater Dr. Motte, der seine Rechte daran vor vier Jahren abgab. Er gründete die Love-Stiftung, um etwas für die Opfer von Duisburg zu tun. Nicht vergessen sind jedoch die Zeiten der „good vibes“ in den 90-Jahren, als Hunderttausende ohne die geringste Rangelei feierten. Gelebte Friedfertigkeit, Ahimsa. Wir trafen Dr. Motte in einem Café in Berlin. Er hat ein Buch von Hans Cousto und ein völlig zerlesenes Chakren-Handbuch dabei. 

Yoga Journal 01 2011: Frauenpower

Das Verhältnis von Frauen zu Männern in den Yogaklassen liegt im Schnitt bei 7:3. Deshalb bemühen sich Studios und Medien immer wieder, mehr Männer in die Klassen zu locken. Das Yoga Journal schlägt jetzt die Gegenrichtung ein und fragt sich: Vielleicht ist ja modernes Yoga Ausdruck einer spezifisch weiblichen Spiritualität? Außerdem in der aktuellen Ausgabe: Yoga sucht die Nähe zur DJ-Kultur. Wir haben für das Yoga Journal aufgeschrieben, warum das so ist.

Trend: Yoga als Warm-Up oder Ersatz für den Club?

Neben „Nightflight“ in Köln, „Jivaelectro“ in Berlin und „Saturday Night Prana“ in München gibt es nun auch in Frankfurt am Main Yoga mit einem Live-DJ, der die Klasse mit Ambient-, Lounge- und Elektro-Musik begleitet. Allerdings geht man hier einen Schritt weiter: Der Eintritt für angesagte Clubs ist im Ticket für die Klasse gleich mit enthalten.